18 Feb
2015

Fesseln Sie Ihre Teilnehmer mit guten Webinar-Präsentationen

 

1. Aktivierung der Teilnehmer

Das A&O einer wirksamen Webinar-Präsentation ist die konstante Einbindung und Aktivierung der Teilnehmenden. Zu schnell ist das Email-Postfach oder die Facebook-Seite geöffnet und der Teilnehmer abhanden gekommen. Aktivierung der Teilnehmenden bedeutet, Sie einzubeziehen, Sie mitmachen zu lassen, Ihnen einen Gestaltungsraum zu überlassen. In kurzen Zeitabständen, in methodisch und didaktisch sinnvoller Weise müssen Feedback und Lösungsvorschläge eingefordert werden. Zur Verfügung stehen dafür meist mehrere Funktionen, wie der Fragen-und-Antworten-Chat, Multiple-Choice-Fragen, Satzergänzungs- und Zuordnungsverfahren, das interaktive Whiteboard und bei kleinen Gruppen schlichtweg die Äußerung von Diskussionsbeiträgen über die Audiovergabe. Einige Software-Anbieter stellen ein sogenanntes Bindungsdashboard zur Verfügung. Hierüber können Sie erkennen, wie aufmerksam Ihre Zuhörer und Zuseher noch dabei sind.

 

2. Konsequente Visualisierung aller Inhalte

Ein weiterer essentiell wichtiger Punkt, der allerdings nicht nur in der Webinar-Präsentation, hier aber ganz besonders eine Rolle spielt, ist die konsequente Visualisierung aller Inhalte. „Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte“, dieses allseits bekannte Zitat drückt in wenigen Worten aus, wie unser Gehirn arbeitet, nämlich mit Bildern. Untersuchungen zeigen, dass wir in einer Sekunde
Weniger als ein Viertel aller nur erzählten Inhalte wird im Gedächtnis gespeichert, wenn ich meinen Teilnehmern nur verbale Inhalte biete und auch nur knapp die Hälfte wird behalten, wenn ich meine Worte mit Bildern begleite. Deshalb ist ganz wichtig: Nutzen Sie alles, was die Medien sinnvoll hergeben!

 

3. Verankerung der Lerninhalte in den Köpfen der Teilnehmenden

Hier gibt es vor allem zwei Punkte, die Sie beachten sollten. Punkt eins ist, erzählen Sie Geschichten. Geschichten bleiben im Gedächtnis haften. Sie bilden gleichsam die merkfähige Klammer um die zu lernenden Inhalte. Wenn Sie keine reale Geschichte zur Hand haben, dann erfinden Sie eine Begebenheit, die sich so oder ähnlich zugetragen haben könnte. Gute Geschichten fesseln, ziehen die Zuhörer in Bann, bauen die emotionale Spannung auf, die so wichtig dafür ist, dass die Gehirne Ihrer Zuhörer auf Aufnahme schalten und Ihre Inhalte nicht im Arbeitsspeicher hängen bleiben.

Sollte es nicht möglich sein, Ihren Lernstoff in eine Geschichte zu verpacken, dann achten Sie darauf, dass Sie das, was Sie unbedingt rüberbringen wollen mehrere Male und eindringlich wiederholen. Wir kennen das vom Vokabellernen. Mindestens 6mal und in bestimmten Zeitabständen gilt es die Vokabeln erneut zu lernen. Erst dann sitzen sie einigermaßen im Langzeitspeicher fest. Das gilt für Ihre Inhalte ebenso. Denken Sie auch an die Möglichkeit über Email Lerninhalte nach dem Webinar an die Teilnehmenden zu versenden. Oder arbeiten Sie Ihre Webinarinhalte in einer Facebookgruppe nach. Möglichkeiten gibt es viele, der Fantasie sind wenige Grenzen gesetzt.

 

4. Gestalten einer angenehmen Lernatmosphäre

Die Lernatmosphäre haben Sie nur zum Teil im Griff. Ihren Teil müssen Sie allerdings tatsächlich dazu beitragen. Gestalten Sie Ihr Webinar und inszenieren Sie Ihren Inhalt. Schaffen Sie eine Atmosphäre des Vertrauens und der Lernbereitschaft. Überlegen Sie sich schon vorab, wie Sie Ihr Webinar ankündigen, mit welchen Worten Sie welche Signale in die Köpfe Ihrer Teilnehmer senden. Achten Sie im Webinar selbst darauf, dass keine störenden Nebeneffekte entstehen, etwa Nebengespräche sich entwickeln oder Links ausgetauscht werden, die Ihre Zuhörer aus Ihrer Lehrveranstaltung hinausziehen. Achten Sie auf Farben, auf den Hintergrund, auch auf Ihr Erscheinungsbild, in welchem Licht Sie zu sehen sind und wie Sie gekleidet sind. Bereiten Sie sich gut vor, sprechen Sie ruhig, aber durchaus zügig. Sie sind auf einer Bühne: Worte, Gestik und Mimik müssen im Idealfall geprobt sein. Sie kennen das alles aus Ihrer Präsenzlehre, aber im Webinar kommt der Schlendrian ungeschminkt ans Tageslicht.

 

 5. Anknüpfen an Vorerfahrungen und Praxisbezug

Auch dieser Punkt ist nicht neu für Sie. Die meisten Teilnehmer kommen in Ihr Webinar, weil Sie unmittelbar profitieren möchten. Sie wollen nicht wie Schüler und Studenten auf ungewissen Vorrat lernen, sondern das Gelernte möglichst schnell in die Praxis umsetzen. Ihre Lernenden finden sich schneller zurecht, wenn sie bereits wissen, worum es geht, wenn Sie an Ihre Vorerfahrungen anknüpfen können. Das schafft Orientierung und ist bereits das erste Erfolgserlebnis kurz nach dem Hinzuschalten. Und: Das motiviert zum Bleiben. Praxisbeispiele in Form von Erzählungen, bildhaften Darstellungen oder auch kurzen Videos machen Ihre Inhalte begreifbar und Ihre Präsentation farbig und abwechslungsreich. Das bedeutet nicht, dass Sie auf Theorie verzichten müssen, aber der Praxisbezug muss eindeutig sein. Motivieren Sie Ihre Teilnehmenden dazu Fragen zu stellen und stehen Sie dafür auch noch nach dem Webinar zur Verfügung.

 

 

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samadmin

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